Parks und Naturschutzgebiete

Kommunaler Naturschutzpark Valls del Comapedrosa

Der kommunale Naturschutzpark Valls del Comapedrosa liegt im Nordwesten des Fürstentums Andorra, zentral in der Kommune La Massana. Das Naturschutzgebiet ist 1512,6 ha groß (15,42 km2), doch diese Oberfläche wird erwartungsgemäß in absehbarer Zeit noch bedeutend erweitert. Der Pic du Comapedrosa ist mit 2942 Metern buchstäblich der Höhepunkt dieses Parks und von Andorra. Was dieses Gebiet so attraktiv macht, sind die beeindruckende Berglandschaft, die von dem andorranischen Riesen, dem Pic du Comapedrosa dominiert wird, der dem Park seinen Namen gibt, und die vielen Seen, Teiche, Wasserfälle, Quellen etc. Hier gibt es ein Netz von Wanderwegen und Berghütten, das unvergessliche Ausflüge garantiert.

Natuurpark del Comapedrosa

Kommunaler Naturschutzpark Valls del Comapedrosa

Naturschutzpark Vall de Sorteny

Das Sorteny-Tal gehört zu der Kommune Ordino. Dieses Naturschutzgebiet ist über die Straße, die zum Wintersportort Arcalís führt, zu erreichen.

Das Sorteny-Tal ist ein besonders interessantes Gebiet, nicht nur aus wissenschaftlicher, historischer und pädagogischer Sicht, sondern auch aufgrund der großartigen Landschaft. In einem kleinen Bergland wie Andorra unterstützt der Naturschutzpark Vall de Sorteny trotz seiner geringen Oberfläche von 1080 ha den Schutz der Biodiversität und, auch über seine Grenzen hinaus, den Erhalt des natürlichen und kulturellen Erbguts der Pyrenäen.

Natuurpark Vall de Sorteny

Naturschutzpark Vall de Sorteny

Das Tal von Madriu

Vallei van Madriu Das Gletschertal von Madriu-Perafita-Claror (Andorre-la-Vieille, Encamp, Escaldes-Engordany und Sant Julià de Lòria), 4247 ha groß und von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt, ist eines der authentischsten und überraschendsten Wandergebiete von Andorra. Mit Berggipfeln von bis zu 2500 Metern Höhe stellt dieser Park die perfekte Reflexion des intensiven kulturellen und biologischen Lebens im Fürstentum dar.
Madriu, aus dem lateinischen „Madre Río”, war ursprünglich ein Gletscher. Daher die U-Form, die so typisch für aus dem Eis entstandene Täler ist. Das Tal erstreckt sich von Ost nach West über eine Gesamtlänge von 11,8 km. Es liegt auf einer Höhe von 1200 Metern - die höchsten Hänge reichen bis auf 2500 Meter. Die größte Quelle des Reichtums für diesen Park ist der Fluss, der seinerseits von den vielen Seen im Talkessel von Gargantillar gespeist wird. Durch das saubere Wasser, das an allen Seiten einsickert, ist in Escaldes-Engordany ein natürliches Warmwasserbassin mit Temperaturen von über 60 °C entstanden.

Wanderungen zum Talkessel
Abwechslungsreiche Landschaften, Trockensteinmauern, Bordas (typische alte Häuser) und Hütten, Tierherden und die fortdauernde Betriebsamkeit von Menschen zeigen, ohne Unterbrechung oder Veränderung, wichtige Abschnitte der Geschichte der Menschen. Das Tal von Madriu-Perafita-Claror, das einen jahrhundertealten Bergpass der Pyrenäen kreuzt, ist ein Mosaik der Evolution, das außerordentlich gut erhalten geblieben ist. Hier sind Biotope und Spuren menschlicher Anwesenheit zu finden, es ist das perfekte Beispiel eines komplexen und intelligenten Modells für einen respektvollen und intelligenten Umgang mit dem Land.
Durch diese prächtige geomorphologische Umgebung, mit einem hydrografischen Seensystem von großer Bedeutung, verlaufen verschiedene Wanderwege ohne technischen Schwierigkeitsgrad, die bis zu fünf Stunden dauern können. Sie haben die Wahl aus dem GR7, der das gesamte Tal durchquert, dem GR11, der bis auf 1600 Meter zum Bergsee von Illa ansteigt und dann vom Madriu in Richtung des Bergpasses von Vall Civera weiterführt, und dem GRP (grande randonnée du pays), der am höchsten Punkt des Tals parallel zum GR7 beginnt und am Talkessel endet.

Besuch der Hirtenbehausungen
Im Gletschertal von Madriu-Perafita-Claror kann der Besucher den großen kulturellen Reichtum und die Geschichte der Bevölkerung des Fürstentums kennenlernen. Die Hütten der Hirten, die vor Kurzem im traditionellen Stil der Trockensteinmethode restauriert wurden, sind ein schönes Beispiel dafür. Hier gibt es auch viele Ländereien zu sehen, die von Mauern umgeben sind. Das waren früher Obstbaumgärten, Bordas und Grasflächen für die Herden. Absolut empfehlenswert ist im Sommer eine Übernachtung in einer der drei Berghütten im Madriu-Tal.